Über die Postleitzahl 35688
Oberscheld, ein Stadtteil Dillenburgs im Lahn-Dill-Kreis, liegt mitten im Schelder Wald direkt am Bach gleichen Namens, der Schelde. Die Postleitzahl deckt neben Oberscheld auch kleinere Teile der Stadtteile Eibach und Nanzenbach ab.
Schon im 8. Jahrhundert sollen hier Erzbauern, Köhler, Eisengießer und Waldschmiede gesiedelt haben, begünstigt durch reiche Eisenerzvorkommen und ausgedehnte Wälder im Tal; schriftlich erscheint der Ort erstmals 1274 als Schelt, damals noch nicht von Niederscheld unterschieden. Aus kleinen Schmelzbetrieben wuchsen mit der Zeit größere Eisenhütten: Um den Bedarf an Gusseisen für Herde und Öfen im Dillgebiet und im benachbarten Kreis Biedenkopf zu decken, ging 1905 ein neuer Koks-Hochofen in Betrieb, 1910 ein zweiter. Das dabei anfallende Gichtgas trieb Großgasmotoren an, die wiederum Generatoren zur Stromerzeugung bewegten.
Auf 15,0 km² zählt dieser Teil Dillenburgs 1.978 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 132 je Quadratkilometer.
Nachbar-Stadtteile sind Niederscheld, Eibach und Nanzenbach; weitere Nachbarn die Stadt Herborn und die Gemeinde Siegbach.