Über die Postleitzahl 36341
Ihren Namen verdankt Lauterbach der Lauter, die durch die Kreisstadt des Vogelsbergkreises fließt und bereits 812 in einer Markbeschreibung der Stadtkirche Schlitz erwähnt wird. Zur Postleitzahl zählen neben der Kernstadt die Stadtteile Maar, Frischborn, Wallenrod, Wernges, Rudlos und Allmenrod – Frischborn mit rund 1000, Wernges mit rund 200 und das kleinste, Rudlos, mit noch weniger Einwohnern.
Jahrhundertelang gehörte die Stadt dem Adelsgeschlecht Riedesel, das sie ab 1684 offiziell als Lehen erhielt und als eigenen Kleinstaat regierte, bis dieser 1806 in der Mediatisierung aufging. Aus dieser Zeit stammt der Ankerturm, der einzige erhaltene Turm der Stadtmauer, an dem die Ankertreppe zum Marktplatz emporführt. Die barocke Stadtkirche wurde 1768 eingeweiht, ihr Turm kam 1820 hinzu. Im Hohhaus-Museum sind Handwerkstradition und historische Waffen der ehemaligen Residenzstadt zu sehen, und die 1527 gegründete Lauterbacher Burgbrauerei gilt als älteste Privatbrauerei Hessens.
Lauterbach liegt an den Bundesstraßen 254 und 275 sowie am Bahnhof Lauterbach Nord der Strecke Gießen–Fulda; das Krankenhaus Eichhof versorgt die Region mit 220 Betten. Auf 101,6 km² kommen 12.936 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 127 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Schlitz, Grebenau, Herbstein und Wartenberg.