Über die Postleitzahl 36367
Im Osten des mittelhessischen Vogelsbergkreises liegt die Gemeinde Wartenberg, die praktisch vollständig unter dieser Postleitzahl erfasst ist. Sie besteht aus den beiden Ortsteilen Angersbach im Tal der Lauter und Landenhausen sowie der Ansiedlung Sassen, wobei etwas mehr als drei Fünftel der Fläche auf Angersbach entfallen.
Die erste urkundliche Erwähnung des Gebiets datiert auf den 20. September 812 im Codex Eberhardi, womit die Ortsgeschichte fast zwölf Jahrhunderte zurückreicht. Im 12. und 13. Jahrhundert herrschte hier das Adelsgeschlecht derer von Wartenberg, das um 1220 auf dem „Wartenbachhügel“ in Angersbach eine Burg errichten ließ – die namensgebende Ruine ist bis heute erhalten. Nach der Zerstörung der Burg 1265 und dem Aussterben des Geschlechts gelangte das Gebiet über die Herren von Eisenbach an das Rittergeschlecht Riedesel, das über Jahrhunderte die Region prägte. Die heutige Gemeinde Wartenberg wurde erst 1972 im Rahmen der hessischen Gebietsreform gebildet, indem man die zuvor eigenständigen Orte Angersbach und Landenhausen zusammenlegte. Wirtschaftlich hat sich der Ort mit einem Gewerbegebiet in Angersbach von der Landwirtschaft zu einem Standort für Holzverarbeitung, Elektronik, Maschinenbau und Handwerk gewandelt, mit über 200 registrierten Betrieben. Durch Angersbach führt der Vulkanradweg auf der Trasse der ehemaligen Vogelsbergbahn.
Auf 39,4 km² leben 3.435 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 87 je Quadratkilometer. Über die Bundesstraße 254 ist Wartenberg an die Autobahnen 5 und 7 angebunden.
Nachbarorte sind Schlitz, Großenlüder, Lauterbach, Herbstein und Bad Salzschlirf.