Über die Postleitzahl 38835
Osterwieck liegt im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt am Südhang des Großen Fallsteins und gilt als westlichste Gemeinde Sachsen-Anhalts; zur Stadt zählen zahlreiche Dörfer wie Hessen, Zilly, Deersheim, Veltheim, Wülperode, Berßel und Lüttgenrode.
Der Überlieferung nach überschritt Karl der Große 780 während seiner Sachsenfeldzüge die Oker und gründete am Ort „Saligenstede“ eine Kirche; neuere Forschung hält diesen Gründungsmythos allerdings für eine spätere Ausschmückung der bischöflichen Chronik. Gesichert ist dagegen, dass Kaiser Otto II. der Stadt 974 Münz- und Marktrecht verlieh, wodurch Osterwieck zur ältesten Münzstätte des Bistums Halberstadt avancierte. Die historische Altstadt mit ihren Fachwerkbauten wird von der Kirche St. Stephani geprägt, deren Türme noch dem frühen 12. Jahrhundert entstammen.
Im Ortsteil Hessen entwickelte sich das gleichnamige Schloss aus einer mittelalterlichen Wasserburg zu einem Renaissanceschloss und diente im 17. Jahrhundert als Sommerresidenz der braunschweigischen Herzöge. Die ortsbildprägende Wasserburg in Zilly reicht in ihren Ursprüngen bis ins frühe 14. Jahrhundert zurück; heute beherbergt der Ort zudem ein kleines Technikmuseum für historische Fahrräder.
Auf 180,8 km² zählt Osterwieck 9.966 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 55 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Schladen-Werla, Goslar, Halberstadt und Wernigerode.