Über die Postleitzahl 52382
Niederzier liegt in der Jülicher Börde im Kreis Düren. Bekannt ist die Gemeinde vor allem durch den Tagebau Hambach, benannt nach ihrem Ortsteil gleichen Namens und der tiefste Braunkohletagebau Europas. Bei Ausgrabungen auf dessen Gelände wurde 1978 der keltische Goldschatz von Niederzier entdeckt, der heute im Rheinischen Landesmuseum Bonn zu sehen ist.
Verwaltungssitz der Gemeinde ist die Wasserburg Niederzier, im Ortsteil Hambach steht zudem das teilweise erhaltene herzogliche Jagdschloss Schloss Hambach. Der frühere Ortsteil Lich-Steinstraß musste dem Tagebau weichen; seine Bewohner zogen in jenem Jahrzehnt nach Jülich um, wo der Ort unter seinem alten Namen neu entstand. Huchem-Stammeln, zweitgrößter Ortsteil, ist bereits auf einer französischen Landkarte von 1681 verzeichnet, während das kleine Selhausen um 1800 nur eine Handvoll Häuser zählte. Die heutige Gemeindestruktur entstand 1972, als mit dem Aachen-Gesetz unter anderem Ellen, Hambach, Huchem-Stammeln, Selhausen und Krauthausen eingegliedert wurden.
Auf 63,2 km² leben 14.784 Einwohnerinnen und Einwohner, rechnerisch 234 je Quadratkilometer.
Nachbargemeinden sind die Stadt Düren im Süden und Jülich im Nordwesten.