Über die Postleitzahl 52428
An der Rur, im nördlichen Teil der Jülich-Zülpicher Börde, liegt die Stadt Jülich im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen, der fast die gesamte Postleitzahl zufällt. Zu ihr gehören zahlreiche Stadtteile, von denen Koslar, Welldorf, Stetternich, Güsten, Bourheim, Barmen, Broich und Mersch anteilig in dieser Postleitzahl liegen. Die Kernstadt selbst trägt seit ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau als Reichsbahn- und Forschungsstadt ein eigenes Gepräge, das hier nur kurz Platz findet.
Jülich entstand in römischer Zeit als Straßenstation an der Via Belgica zwischen Boulogne-sur-Mer und Köln; im 4. Jahrhundert erhielt die Siedlung ein befestigtes Kastell, ehe sie im 5. Jahrhundert fränkisch wurde und zum Zentrum des Jülichgaus aufstieg; daraus entwickelten sich in der Folgezeit die Grafschaft und schließlich, 1328, das Herzogtum Jülich. Stadtrechte erhielt Jülich wahrscheinlich 1234. Aus dieser Zeit erhalten sind unter anderem das Aachener Tor, der Brückenkopf aus napoleonischer Zeit, der einst Rurtor genannte Hexenturm sowie die Zitadelle samt Museum. In Jülich Geborene werden im Volksmund „Muttkrate“ genannt, ein Wort, das sich von „Mutt“ für Schlamm und „Krat“ für Kröte ableitet – nach den Kröten, die sich einst in den Festungsgräben versteckten.
Die Postleitzahl zählt 34.091 Einwohnerinnen und Einwohner auf 90,0 km², das entspricht 379 je Quadratkilometer. Der Stadtteil Koslar liegt am südlichen Rand der Bundesautobahn 44, während durch Stetternich die alte Römerstraße als heutige Bundesstraße 55 führt. Angrenzende Postleitzahlen liegen unter anderem in Aldenhoven, Titz, Linnich und Inden.