Über die Postleitzahl 55411
Am Zusammenfluss von Nahe und Rhein, dort wo der Rhein in sein Engtal eintritt, liegt die Stadt Bingen am Rhein, deren Kernstadt zusammen mit den Stadtteilen Büdesheim, Gaulsheim, Dromersheim, Dietersheim, Sponsheim, Kempten und Bingerbrück die Postleitzahl 55411 bildet. Der Name Bingium ist bereits Anfang des 2. Jahrhunderts bei Tacitus bezeugt und wird auf eine urindogermanische Wurzel für „Ort an der Brechung des Flusses“ zurückgeführt; schon die Römer errichteten hier ein Kastell und eine hölzerne Naheüberquerung, deren Reste sich auf das Jahr 77 nach Christus datieren lassen. Bekannt ist Bingen bis heute durch die Sage um den Binger Mäuseturm, in dem der Mainzer Erzbischof Hatto der Überlieferung nach von Mäusen gefressen wurde.
Büdesheim, mit gut neun Quadratkilometern flächenmäßig größter Stadtteil, geht auf eine fränkische Gründung des 5. Jahrhunderts zurück und wird 779 erstmals erwähnt, als Karl der Große dem Kloster Fulda dortige Weinberge schenkte. In Dromersheim wurde am 11. Februar 1830 erstmals in Deutschland Eiswein gelesen. Vier Weinanbaugebiete treffen in Bingen aufeinander, Rheinhessen, Mittelrhein, Nahe und Rheingau, und die Stadt ist Namensgeber des Weinrechts-Bereichs Bingen. Sehenswert sind neben dem Mäuseturm die Burg Klopp, die Stiftskirche St. Martin und die Drususbrücke mit ihrer romanischen Brückenkapelle.
Auf 38,1 km² zählt die Postleitzahl 55411 24.736 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 649 je Quadratkilometer. Bingen grenzt an Ingelheim am Rhein, Weiler bei Bingen, Münster-Sarmsheim, Gau-Algesheim und, rechtsrheinisch, an Rüdesheim am Rhein.