Über die Postleitzahl 65385
Rüdesheim am Rhein liegt am Fuß des Niederwaldes gegenüber Bingen, am südlichen Tor zum Mittelrheintal, und gehört zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Die Postleitzahl deckt fast das gesamte Stadtgebiet ab: die Kernstadt mit Alt-Rüdesheim, dazu die Stadtteile Aulhausen, Presberg, Eibingen und Assmannshausen.
Besiedelt war die Gegend schon von Kelten, Ubiern und Mattiakern, bevor die Römer im 1. Jahrhundert bis an den Taunus vorrückten und bei Bingen einen Brückenkopf anlegten. Unter Erzbischof Bardo wurde ab 1031 der Weinbau in Rüdesheim erstmals planmäßig gefördert, ab 1074 folgten unter Erzbischof Siegfried I. große Rodungen für neue Weinberge. Das 1883 errichtete Niederwalddenkmal und die Drosselgasse mit ihren Weinschenken prägen bis heute das touristische Bild der Stadt. Der Stadtteil Assmannshausen ist für seinen Rotwein bekannt, während Eibingen als größter Stadtteil erst 1939 gegen den Willen seiner Bewohner eingemeindet wurde. Presberg, der nördlichste und mit rund 410 Metern höchstgelegene Stadtteil, hat als einzige Zufahrt eine Landesstraße nach Lorch und Stephanshausen; Aulhausen wiederum war vom 13. bis 16. Jahrhundert für seine Töpferware bekannt, die bis nach Norddeutschland gehandelt wurde.
Auf 51,3 km² leben 9.666 Menschen, das ergibt eine Dichte von 189 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarn sind Geisenheim und Lorch sowie, jenseits des Rheins, Bingen am Rhein.