Über die Postleitzahl 65366
Geisenheim liegt am Rhein zwischen Wiesbaden und Rüdesheim im Rheingau-Taunus-Kreis und nennt sich als Sitz der Hochschule Geisenheim seit 2015 amtlich Hochschulstadt, daneben auch Wein-, Schul-, Dom- und Lindenstadt. Die Postleitzahl umfasst neben der Kernstadt die Stadtteile Johannisberg, Marienthal und Stephanshausen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Geisenheim 772, doch Ausgrabungen belegen schon um 500 erste Siedler; seit 1864 besitzt der Ort Stadtrechte. Vor dem Rathaus steht mit der vermutlich 700 Jahre alten Tanzlinde, erstmals 1585 als Gerichtslinde erwähnt, das Wahrzeichen der Lindenstadt, und die neugotische Pfarrkirche Heilig Kreuz wird wegen ihrer Doppelturmfassade „Rheingauer Dom“ genannt. Der Stadtteil Johannisberg, bis 1971 selbständig, ist für seine Rieslingweine und für die Erfindung der Spätlese im Jahr 1775 bekannt; am Ort des 1106 gegründeten Klosters steht heute Schloss Johannisberg, Schauplatz des Rheingau Musik Festivals.
Im Stadtteil Marienthal ist das Franziskanerkloster seit dem Mittelalter ein Wallfahrtsort und beherbergte die erste Klosterdruckerei der Welt; die umgebende Wohnsiedlung entstand erst 1951. Stephanshausen im Norden zeigt mit Ringwallanlagen und Grabhügeln Spuren vorgeschichtlicher Besiedlung, obwohl der Ort selbst erst im 13. Jahrhundert als Stevenshusen schriftlich erwähnt wird. Auf 40,2 km² leben 11.274 Menschen, das entspricht 281 Einwohnern je Quadratkilometer.