Über die Postleitzahl 56072
Im Westen von Koblenz vereint die Postleitzahl 56072 die Stadtteile Rübenach und Güls sowie einen Teil von Metternich, dazu einen winzigen Zipfel der Gemeinde Bassenheim im Landkreis Mayen-Koblenz.
Rübenach bildet den westlichsten Stadtteil der Stadt: Der einst selbstständige, landwirtschaftlich geprägte Ort erscheint 775 erstmals urkundlich und kam 1970 zu Koblenz. Viele seiner Häuser sind aus Eifeler Basalt gebaut, daraus entstand auch die weithin sichtbare Kirche St. Mauritius, das Wahrzeichen des Ortes. Beim Bau der Autobahn 48 kamen 1939/40 und 1966 große fränkische Reihengräberfelder mit mehr als tausend Gräbern aus dem 5. bis 8. Jahrhundert zutage.
Güls geht auf eine vermutlich keltische Siedlung namens Golu oder Golo zurück; 1965 fand man am Mühlbach Reste einer römischen Wasserleitung. Als Gulse taucht der Ort 775 erstmals in den Urkunden auf, damals schenkte ihn Karl der Große dem Kloster Hersfeld; über die 1126 erwähnte Pfarrei wurde der heilige Servatius aus dem Maastrichter Servatiusstift zu ihrem Schutzpatron. Seit 1938 zählt das Nachbardorf Bisholder zu Güls. In Metternich erinnert die sogenannte Metternicher Eule auf dem Kimmelberg, ein preußisches Kriegerdenkmal in Adlerform, an frühere Zeiten; der 1140 erstmals genannte Ort war ab Mitte des 13. Jahrhunderts ein pfalzgräfliches Lehen der Isenburger.
Auf 25,6 km² zählt die Postleitzahl 21.053 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 822 je Quadratkilometer.