Über die Postleitzahl 66265
Heusweiler ist der namensgebende Hauptort des oberen Köllertals im Regionalverband Saarbrücken und bildet mit sieben Ortsteilen fast die gesamte Fläche der gleichnamigen Postleitzahl 66265. Schon zur Römerzeit war die Gegend besiedelt, wie Reste einer Villa rustica belegen, die 1841 bei Steinbrucharbeiten zutage traten; die erste urkundliche Erwähnung des Ortes selbst stammt aus dem Jahr 1274, als der Hof zu Huswilre den Edelherren von Saarbrücken zu Lehen übertragen wurde. Zerstörungen im späten 15. Jahrhundert und im Dreißigjährigen Krieg unterbrachen die Siedlungsgeschichte immer wieder.
Bekanntheit über die Region hinaus erlangte Heusweiler durch seinen 1935 errichteten Mittelwellensender, über dessen zwei 120 Meter hohe Masten bis 1994 zunächst die Europawelle Saar und danach der Deutschlandfunk ausgestrahlt wurde – zeitweise der leistungsstärkste Sender der ARD. Verkehrlich liegt der Ort am Kreuz der Autobahnen A 1 und A 8; seit 2011 verbindet zudem die Saarbahn Heusweiler über Walpershofen und Riegelsberg mit Saarbrücken, seit 2014 reicht die Strecke bis Lebach. Zu den Ortsteilen zählen unter anderem Holz, urkundlich erstmals 1344 genannt und mit einem barocken Jagdschlösschen der Nassau-Saarbrücker Fürsten, sowie das kleine Obersalbach-Kurhof am Rand des Heusweiler Beckens nahe der Grenze zum Landkreis Saarlouis.
Auf 39,9 km² leben in der Postleitzahl 66265 18.340 Menschen, das entspricht 459 Einwohnern je Quadratkilometer. Sie grenzt an Saarbrücken, Quierschied, Riegelsberg, Püttlingen, Illingen, Eppelborn, Saarwellingen und Lebach.