Über die Postleitzahl 66287
Quierschied liegt rund 13 Kilometer nördlich von Saarbrücken und setzt sich aus den drei Ortsteilen Quierschied, Fischbach-Camphausen und Göttelborn zusammen, die zusammen fast die gesamte Postleitzahl 66287 ausmachen; ein kleiner Randstreifen gehört zur Nachbargemeinde Heusweiler. Erstmals erwähnt wird der Ort bereits 999 in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III., mit der dem Metzer Bischof Adalbert II. unter anderem die Burg Saarbrücken samt dem Hof zu Quierschied übertragen wurde. Vermutlich wurde hier schon im 15. Jahrhundert Kohle abgebaut, bevor der Dreißigjährige Krieg den Ort vollständig zerstörte.
Fischbach-Camphausen entstand als Arbeiterdorf um eine Eisenschmelze und die Grube Camphausen; der Ortsteil Camphausen selbst wurde zwischen 1890 und 1910 als Beamtensiedlung nahe der Grube errichtet und nach dem preußischen Minister Otto von Camphausen benannt. Prägend für Quierschied ist bis heute das Steag-Kraftwerk Weiher III, das aus Steinkohle und Grubengas Strom und Fernwärme erzeugt; sein 232 Meter hoher Schornstein ist der höchste im Saarland. Der dritte Ortsteil, Göttelborn, war von Bergbau geprägt, bis die dortige Grube im Jahr 2000 endgültig schloss.
13.005 Menschen leben in der Postleitzahl 66287 auf 20,0 km², eine Dichte von 651 je Quadratkilometer. Angrenzend liegen Saarbrücken, Heusweiler, Sulzbach/Saar, Friedrichsthal, Illingen und Merchweiler.