Über die Postleitzahl 66386
St. Ingbert, die sechstgrößte Stadt des Saarlandes, liegt im Saarpfalz-Kreis und trägt ihren Namen nach dem heiligen Ingobertus, über den fast alles, was bekannt ist, aus der im 11. Jahrhundert verfassten Lebensbeschreibung des Trierer Bischofs Magnerich stammt. Schon im ersten nachchristlichen Jahrhundert siedelten hier Römer; die erste urkundliche Erwähnung des Ortes selbst folgte deutlich später. Zur heutigen Postleitzahl 66386 gehören neben der Kernstadt sechs weitere Stadtteile, darunter das nach Einwohnerzahl zweitgrößte Rohrbach, das schon 1181 erstmals genannt wurde und lange zum Kloster Wadgassen gehörte.
Ein einzigartiges sozial- und industriegeschichtliches Zeugnis ist die 1733 gegründete Alte Schmelz mit ihrem Eisenwerk und den dazugehörigen Arbeitersiedlungen. Im Stadtteil Rentrisch stehen zwei ungewöhnliche Steinzeugen: ein jungsteinzeitlicher Menhir, der sogenannte Spellenstein, mitten in einem Vorgarten, sowie der aus verwittertem Buntsandstein geformte Felsen „Auf dem großen Stiefel“. Seit 1985 verleiht die Stadt zudem im Rahmen der Woche der Kleinkunst die St. Ingberter Pfanne, einen der bekanntesten Kleinkunstpreise im deutschsprachigen Raum, den unter anderem Eckart von Hirschhausen und Bodo Wartke erhielten.
Auf 49,8 km² zählt die Postleitzahl 66386 35.649 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 716 je Quadratkilometer entspricht. Nachbarn sind Saarbrücken, Sulzbach/Saar, Mandelbachtal, Blieskastel, Kirkel, Neunkirchen und Spiesen-Elversberg.