Über die Postleitzahl 66849
Landstuhl im Landkreis Kaiserslautern trägt als Sickingenstadt den Namen der Adelsfamilie, die hier über Jahrhunderte herrschte, und ist Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Zur Stadt gehören die Stadtteile Atzel im Süden und Melkerei am Nordwesthang des Kahlenberg, beide grenzen an die Westpfälzische Moorniederung.
Schon in der Latènezeit, rund 500 vor bis kurz nach Christi Geburt, hinterließen Menschen hier Steinkranzgräber, und am Heidenfels zwischen Landstuhl und Kindsbach nutzte die gallorömische Bevölkerung eine keltische Quelle noch in römischer Zeit. Ende des 15. Jahrhunderts kam der Ort an die Familie von Sickingen; ihr bekanntestes Mitglied, Franz von Sickingen, zog sich nach einer Niederlage im Pfälzischen Ritteraufstand auf die Burg Nanstein zurück und wurde bei der Belagerung schwer verwundet. Die Burg wurde 1689 von französischen Truppen zerstört.
Zwischen Landstuhl und Langwieden stehen über 41 Meter hohe Mammutbäume von 1868, die zu den höchsten Bäumen im Land zählen. 1952 entstand nordöstlich der Stadt ein Militärflugplatz; Ende 1957 ging er mit der benachbarten Anlage bei Ramstein in einem gemeinsamen Fliegerhorst auf, aus dem die heutige Ramstein Air Base hervorging.
Landstuhl zählt 8.294 Einwohnerinnen und Einwohner auf 15,4 km², das entspricht einer Dichte von 539 je Quadratkilometer. Benachbart liegen Kindsbach, Ramstein-Miesenbach, Bechhofen und die Gemeinden rund um Queidersbach.