Über die Postleitzahl 66851
Die Postleitzahl 66851 fasst neun Gemeinden aus den Landkreisen Kaiserslautern und Südwestpfalz zusammen, die meisten davon Teil der Verbandsgemeinde Landstuhl: allen voran Queidersbach, Bann und Mittelbrunn, dazu kleinere Anteile von Hauptstuhl, Linden, Oberarnbach, Horbach, Steinalben und Gerhardsbrunn.
Über Jahrhunderte gehörte der Großteil dieses Gebiets zum Großgericht der Herrschaft Landstuhl, das den Freiherren von Sickingen zur Linie Hohenburg gehörte; nach napoleonischer Zeit im Kanton Landstuhl kam das Gebiet 1816 zum Königreich Bayern und 1939 zum Landkreis Kaiserslautern. Queidersbach reicht am weitesten zurück: Schon 976 schenkte Kaiser Otto II. seinem Vasallen Biso hier Land, und der Ortsname geht vermutlich auf einen romanischen Personennamen mit der Endung -bach zurück.
In Bann weisen Steinkranzgräber im Fleischackerloch auf eine Besiedlung vor rund 2500 bis 3000 Jahren hin, ein gefundenes Steinbeil stammt aus der Jungsteinzeit; urkundlich erwähnt wird der Ort erstmals 1182. Mittelbrunns älteste Zeugnisse sind der Langenstein, ein vorrömischer Menhir zur Wegmarkierung einer Höhenstraße, sowie der sogenannte Stuhl, eine mutmaßlich fränkische Gerichtsstätte; um 1160 entstand mit der Burg Nanstein in Landstuhl das Amt Nanstein, dem der Ort von Anfang an angehörte.
Die übrigen Gemeinden der Postleitzahl reichen jeweils nur mit kleinen Randgebieten hierher: Hauptstuhl, Linden, Oberarnbach und das im Landkreis Südwestpfalz gelegene Horbach ebenso wie Steinalben und Gerhardsbrunn. Zusammen zählt das Gebiet 9.303 Einwohnerinnen und Einwohner auf 61,2 km², das ergibt eine Dichte von 152 je Quadratkilometer.