Über die Postleitzahl 67459
Böhl-Iggelheim liegt in der oberrheinischen Tiefebene und ist eine verbandsfreie Gemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis, gemessen an der Einwohnerzahl dessen fünftgrößte. Der Ort besteht aus den beiden bis 1969 selbständigen Dörfern Böhl und Iggelheim: Böhl wurde 780 im Lorscher Codex als fränkische Gründung unter dem Namen Buhilo erstmals erwähnt, Iggelheim 991 in einer Urkunde des Klosters Weißenburg als Uchelnheim.
Um das Jahr 1100 waren beide Orte zusammen mit Haßloch Reichsdörfer, ehe Kaiser Ludwig der Bayer sie 1330 an die Pfalzgrafen verpfändete. Im Januar 1460 setzten kurfürstliche Truppen im Streit zwischen Pfalzgrafen und Leininger Grafen beide Orte in Brand, später im Dreißigjährigen Krieg plünderten durchziehende Söldner sie wiederholt. Bis heute sind in beiden Ortsteilen zahlreiche Fachwerkhäuser erhalten, teils aus dem 16. Jahrhundert; markantestes Bauwerk ist der zwischen 1930 und 1934 errichtete Wasserturm Böhl. Alte Rathäuser mit Heimatmuseen stehen sowohl in Iggelheim als auch als Schulhaus in Böhl.
10.477 Menschen leben auf 32,8 km², das entspricht 320 Einwohnern je Quadratkilometer. Über die Autobahnen 65 und 61 sowie die S-Bahn RheinNeckar ist die Gemeinde gut an Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg angebunden. Sechs Naturdenkmale und die Naturschutzgebiete Böhler Bruch-Kandelwiese und Lehenbruch prägen die Umgebung; Nachbarorte sind unter anderem Dudenhofen, Hanhofen und Haßloch.