Über die Postleitzahl 67454
Nahe dem Ballungsraum Mannheim/Ludwigshafen, im Südosten des Landkreises Bad Dürkheim, liegt Haßloch – eine verbandsfreie Gemeinde, die selbst die Kreisstadt Bad Dürkheim an Einwohnerzahl übertrifft. Aus einem einzelnen Ortskern gewachsen, gilt der Ort deshalb oft als das größte Dorf Deutschlands, wenn auch Seevetal in Niedersachsen ohne Stadtrecht noch größer ist.
Schon um 5000 v. Chr. bestand hier eine linienbandkeramische Siedlung mit Langhäusern, rund 4100 Jahre später ist zudem eine keltische Siedlung nachgewiesen. Urkundlich erwähnt wird der Ort 773/774 als Hasalaha, 1186 übernachtete Kaiser Friedrich Barbarossa hier. Von 1986 bis 2021 diente Haßloch der Marktforschung als deutsche Durchschnittsgemeinde, bevor lokale Tests durch weltweite Datenpartner abgelöst wurden. Bis heute prägt die metallverarbeitende Industrie den Ort, etwa mit einem der größten Getränkedosenwerke der Welt, in dem einst die erste 0,5-Liter-Bierdose hergestellt wurde.
Auf 39,8 km² leben 20.272 Menschen, das ergibt eine Dichte von 510 Einwohnern je Quadratkilometer. Seit 1847 besitzt Haßloch einen Bahnanschluss an der heutigen Strecke Mannheim–Saarbrücken. Zu den 22 Kulturdenkmälern zählt ein Dreiseithof von 1599, der seit 1986 als Heimatmuseum dient; Nachbarorte sind unter anderem Neustadt an der Weinstraße und Böhl-Iggelheim.