Über die Postleitzahl 71554
Am Rand des Schwäbischen Waldes, nordöstlich von Stuttgart, liegt die von der Weißach durchflossene Gemeinde Weissach im Tal, deren gesamtes Gebiet die Postleitzahl 71554 bildet. Ihr Verwaltungssitz befindet sich im Ortsteil Unterweissach.
Eine Urkunde Kaiser Konrads II. aus dem Jahr 1027 erwähnt Unter- und Oberweissach indirekt bereits als Wizzaha, Oberweissach folgt 1245 mit einer eigenen päpstlichen Nennung. Nach der Einführung der Reformation 1535 wurde das gesamte Tal evangelisch-lutherisch, ehe im Dreißigjährigen Krieg 1634 einmarschierende kaiserlich-katholische Söldner Oberweissach plünderten und Seuchen einschleppten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts trieben Kriege, Missernten und religiöse Konflikte viele Bewohner zur Auswanderung nach Russland sowie Nord- und Südamerika. Bis heute erinnert im Ortskern das Fachwerk-Rathaus von 1612 mit Glockentürmchen an die ältere Geschichte, ergänzt um den 1803 errichteten Lammbrunnen und mehrere historische Brücken über Weißach und Brüdenbach.
Der Ortsteil Cottenweiler geht vermutlich auf eine Gründung von Unterweissach oder Heiningen zurück und besaß nie eine eigene Kirche. In seiner Nähe lag einst der Weissacher See, den Markgraf Hermann V. von Baden Anfang des 13. Jahrhunderts zur Karpfenzucht anlegen ließ und der im Dreißigjährigen Krieg wieder abging – an ihn erinnern bis heute Flurnamen wie Seemühle und der Weiler Viehhaus, der aus einem herzoglichen Viehstall des Jahres 1699 hervorging.
Auf 14,1 km² leben 7.436 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 528 je Quadratkilometer. Weissach im Tal gehört der Verwaltungsgemeinschaft Backnang an, das westlich unter der 71522 liegt.