Über die Postleitzahl 71566
Im Schwäbisch-Fränkischen Wald, auf bis zu 572 Meter Höhe, liegt die Gemeinde Althütte im Rems-Murr-Kreis, deren beide Ortsteile Althütte und Sechselberg fast vollständig unter der Postleitzahl 71566 zusammengefasst sind. Der staatlich anerkannte Erholungsort gehört der Verwaltungsgemeinschaft Backnang an.
Sechselberg wird schon 1027 als Sassenberch in einer Schenkungsurkunde Kaiser Konrads II. an das Bistum Würzburg erwähnt und liegt am höchsten Berg des Murrhardter Waldes, dem Hohenstein. Im Dreißigjährigen Krieg schrumpfte der Ort dramatisch: Von rund hundert Personen im Jahr 1626 blieben 1641 nur noch 15 übrig. Althütte selbst geht wie mehrere Nachbarorte auf eine Glashütte zurück, die der Namensbestandteil „-hütte“ verrät; die dortigen Glashütten waren bis Ende des 16. Jahrhunderts in Betrieb, Reste wurden bei Ausgrabungen gefunden. Die heutige Gemeinde entstand erst 1819 aus mehreren zuvor selbstständigen Weilern wie Kallenberg, Lutzenberg und Schöllhütte.
Im 19. Jahrhundert lebte die Bevölkerung überwiegend von Land- und Forstwirtschaft, ergänzt im Winter durch die Herstellung von Holzrechen, von denen 1855 mehrere zehntausend Stück gefertigt worden sein sollen. Daher der bis heute bekannte Ortsneckname „Rechaspitzer“. Im März 1944 stürzte ein schwer beschädigter britischer Bomber am Hohenstein ab, ohne den Ort selbst zu treffen. Durch den Ortsteil Fautspach führt heute der 818 Kilometer lange Deutsche Limes-Radweg.
Auf 18,1 km² leben 4.271 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 236 je Quadratkilometer. Die nächsten Bahnhöfe liegen in Murrhardt (71540) und Backnang, jeweils rund 11 beziehungsweise 15 Kilometer entfernt.