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Dormettingen im Zollernalbkreis besteht allein aus dem gleichnamigen Dorf und liegt auf der Hochfläche des Kleinen Heubergs über dem Tal der Schlichem. Ein alemannisches Gräberfeld am südöstlichen Ortsrand zeugt von früher Besiedlung; urkundlich erwähnt wurde der Ort 786 als Toromoatingen, als Graf Gerold, ein Schwager Karls des Großen, hier Güter an das Kloster St. Gallen schenkte.
Wirtschaftlich prägt der Abbau von Posidonienschiefer, umgangssprachlich Ölschiefer, die Gemeinde: Das Gestein enthält bis zu 20 Prozent Kerogen und wird über eine Bandanlage zum Zementwerk im benachbarten Dotternhausen transportiert. Auf dem Gelände eines ehemaligen Abbaufeldes entstand 2014 der SchieferErlebnis-Park mit Klopfplatz für Fossilien, seit 2015 findet dort zudem, über zwei Tage verteilt, das Elements Festival statt, das mehr als 10000 Freunde elektronischer Musik anzieht. Wie in mehreren Nachbargemeinden erinnert eine Gedenkstätte an das 1944 errichtete KZ Dormettingen, in dem rund 428 Häftlinge unter dem „Unternehmen Wüste“ Zwangsarbeit leisten mussten. Seit 2026 ist zudem ein Batteriespeicherkraftwerk mit 60 Megawatt Leistung genehmigt.
1.099 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 6,5 km², das ergibt 168 je Quadratkilometer. Dormettingen grenzt an Balingen, Geislingen, Schömberg, Dautmergen und Dotternhausen.