Über die Postleitzahl 72365
Südwestlich des Plettenbergs, am westlichen Rand der Schwäbischen Alb, liegt Ratshausen; die Schlichem durchquert den Ort. Die Gemeinde besteht außer dem gleichnamigen Dorf aus keinen weiteren Ortschaften und gehört zum Verwaltungsverband Oberes Schlichemtal.
Der Ortsname hat sich über Jahrhunderte gewandelt: Erstmals 1335 als Rolzhausen urkundlich fassbar, wurde daraus über Ralzhausen und Radolzhausen seit etwa 1680 der heutige Name Ratshausen. Auf der Gemarkung lag bis 1400 zudem das kleine Dorf Kernhausen, wo die Herren von Lupfen in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein Nonnenkloster gründeten, das später als Gnadenzell nach Offenhausen verlegt wurde. Die alte Klosterkirche von Kernhausen diente den überwiegend katholischen Ratshausenern noch bis um 1810 als Dorfkirche, ehe zwischen 1816 und 1818 eine neue Kirche im Kameralamtsstil entstand. Die 1823 erbaute Pfarrscheuer dient heute als Bürgersaal mit Probelokal des örtlichen Musikvereins.
735 Menschen leben auf 5,7 km², das entspricht 128 Einwohnern je Quadratkilometer. Ratshausen grenzt an Schömberg, Dotternhausen, Hausen am Tann, Obernheim und Weilen unter den Rinnen.