Über die Postleitzahl 73104
Auf einem Bergrücken im Schurwald, zwischen dem Marbachtal im Osten und einem Zulauf des Herrenbachs im Westen, liegt Börtlingen, rund zehn Kilometer nördlich von Göppingen. Die Postleitzahl deckt fast die ganze Gemeinde ab, zu der neben dem Hauptort der Ortsteil Zell sowie die Weiler Breech und Schweizerhof gehören.
Börtlingen wurde 1202 erstmals urkundlich erwähnt und unterstand lange dem Kloster Adelberg, in dessen Klosteramt es nach der Reformation 1535 als Sitz eines eigenen Stabes aufging. Die im oberen Ortsteil gelegene Johanneskirche stammt in ihrem heutigen, um 1500 errichteten und später barockisierten Bau von diesem spätgotischen Vorgängerbau. Der Ortsteil Zell, urkundlich seit 1451 bekannt, gehörte vermutlich zur Gründungsausstattung des Klosters Adelberg; ein einst angestauter Zeller See im Marbachtal versorgte hier mehrere Mühlen, ehe Zell erst 1955 über Birenbach an die Trinkwasserversorgung angeschlossen wurde.
Über den Bahnhof Adelberg-Börtlingen war der Ort einst an die inzwischen stillgelegte Hohenstaufenbahn angeschlossen. Insgesamt zählt das Gebiet 1.682 Einwohnerinnen und Einwohner auf 8,2 km², das sind 204 je Quadratkilometer. Erreichbar ist Börtlingen am einfachsten über die B 297 und die Kreisstraße 1408 zwischen Rechberghausen und Birenbach, benachbart liegen zudem Adelberg und Wäschenbeuren.