Über die Postleitzahl 73105
Am Rand der Schwäbischen Alb, rund zehn Kilometer südlich von Göppingen, liegt Dürnau. Die Postleitzahl umfasst fast die gesamte Gemeinde, zu der neben dem Hauptort kein weiterer Ort zählt; der höchste Punkt liegt an der Grenze zu Gruibingen zwischen Köpfle und Kornberg auf 548 Metern, der niedrigste an der Grenze zu Heiningen.
Als Durnon erstmals 1275 im liber decimationis genannt, stand der Ort vom 13. bis 15. Jahrhundert im Dienst der Grafen von Aichelberg, ehe er 1339 württembergisch wurde und 1479 an die Adligen von Zillenhardt überging. Ein restaurierter Marstall mit Schlossbrücke und Wassergraben erinnert bis heute an das einstige Wasserschloss aus dem 12. Jahrhundert. In der Kirche St. Cyriakus, seit 1275 belegt und 1583 erweitert, finden sich spätgotische Wandmalereien mit den Zehn Geboten sowie zahlreiche Grabdenkmäler der Herren von Zillenhart; der Halbmond auf der Turmspitze ist entgegen mancher Legende kein Beutestück der Türkenkriege, sondern ein bei Kirchen gebräuchlicher Schmuck.
Beim Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ erhielt Dürnau 1999 bis 2001 eine Silbermedaille. Auf 5,4 km² leben 2.221 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 415 je Quadratkilometer. Der Ort liegt zudem unterhalb des Albsteigs, eines der bekanntesten Fernwanderwege entlang des Albtraufs, und ist über die Kreisstraße 1446 mit Gammelshausen und Bad Boll verbunden.