Über die Postleitzahl 73035
Im Süden und Westen von Göppingen liegen die Stadtbezirke, die sich die PLZ 73035 teilen: Bartenbach im Meerbachtal unterhalb des Hohenstaufens, Faurndau an der Mündung des Brunnenbachs in die Fils, Bezgenriet als südlichster Stadtbezirk und Jebenhausen, dazu ein kleiner Rand der Kernstadt.
Faurndau geht auf ein im 9. Jahrhundert an einer Furt gegründetes kleines Kloster zurück; 875 übertrug König Ludwig der Deutsche es seinem Hofdiakon Liutbrand, später kam es an das Reichskloster St. Gallen. Die um 1220 fertiggestellte, spätromanische Stiftskirche steht auf den Resten von vier älteren Bauperioden, was Grabungen 1956 zeigten; bis zur Reformation 1536 amtierten dort Chorherren des Faurndauer Stifts. Jebenhausen erscheint 1206 erstmals als „Iebenhausen“ in einer Urkunde des Klosters Adelberg und war als reichsunmittelbares Reichsdorf ab 1467 im Besitz der Freiherren von Liebenstein, die 1686 anstelle einer älteren Burg ein neues Schloss in der Talaue errichten ließen.
In Bezgenriet, bis 1957 eine eigene Gemeinde, steht die um 1405 erbaute Laurentiuskirche, deren Fresken zum Weltgericht erst nach dem Zweiten Weltkrieg bei Renovierungsarbeiten wiederentdeckt wurden. Zum Stadtbezirk gehört die Siedlung Schopflenberg, die nach 1945 durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen auf dem Gelände eines im Mittelalter abgegangenen Dorfes gleichen Namens entstand. Bartenbach selbst wird 1260 erstmals in einer Urkunde des Klosters Lorch genannt, seine Geschichte reicht mit einem Gräberfeld der Merowingerzeit aber deutlich weiter zurück.
Die 27,5 km² große Fläche zählt 20.476 Einwohnerinnen und Einwohner, 745 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Uhingen, Heiningen und Hattenhofen.