Über die Postleitzahl 89547
Auf der Ostalb im Landkreis Heidenheim liegt Gerstetten – nach Baiersbronn im Schwarzwald die flächengrößte Gemeinde Baden-Württembergs ohne Stadtrecht. Die Postleitzahl deckt praktisch die gesamte Gemeinde ab, zu der neben dem Hauptort die Teilorte Dettingen am Albuch, Gussenstadt, Heldenfingen, Heuchlingen, Heuchstetten und Sontbergen gehören.
Gerstetten feierte 1986 sein 1000-jähriges Bestehen, gestützt auf eine frühe urkundliche Erwähnung; der Ortsname auf „-stetten“ verweist möglicherweise noch weiter in die Merowingerzeit zurück. Älter belegt sind die Teilorte Dettingen (1125) und Gussenstadt (1143), das seit 1971 zu Gerstetten gehört und mit dem Museum im Ursula-Stift das älteste seiner Art in Württemberg beherbergt. Die Landschaft aus Wacholderheiden erinnert an das frühe Jurameer, das hier einst ein Korallenriff bildete. Bei Heldenfingen liegt der Hungerbrunnen, eine Karstquelle, die dem Volksglauben nach bei seltenem Wasserführen ein schlechtes Omen ankündigt; seit 1533 findet dort am Palmsonntag der Brezgenmarkt statt.
Auf 92,2 km² kommen 11.604 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 126 je Quadratkilometer entspricht. Fünf Kilometer nördlich verläuft die Bundesstraße 466 zwischen Süßen und Heidenheim, die Nachbarorte Giengen und Herbrechtingen liegen östlich der Gemeinde.