Über die Postleitzahl 73565
Auf einem Höhenrücken rund elf Kilometer nördlich von Schwäbisch Gmünd liegt Spraitbach, das den größten Teil der Postleitzahl 73565 stellt; ein kleinerer Anteil gehört zu Durlangen, dessen Ortsteil Tanau ebenfalls hineinreicht. Beide Gemeinden liegen im Ostalbkreis und gehören dem Verwaltungsverband Schwäbischer Wald an.
Spraitbach wird am 3. Januar 1296 erstmals urkundlich genannt und gehörte zunächst zum Landgebiet der Reichsstadt Schwäbisch Gmünd, mit der es Anfang des 19. Jahrhunderts an das Königreich Württemberg kam. Im Dreißigjährigen Krieg brannte der Ort fast vollständig nieder und wurde etwas weiter westlich, am heutigen Standort, wieder aufgebaut. Eine Missernte stürzte die Gemeinde 1855 in eine Hungersnot, in deren Folge sie bis 1865 unter Zwangsverwaltung stand. Durlangen wiederum reicht urkundlich bis 1362 zurück und stand lange unter dem Einfluss Gmünder Patrizierfamilien.
Die Beutenmühle bei Spraitbach, 1420 erstmals als „Bytenmühle“ erwähnt, musste weichen, als in den 1950er Jahren der Reichenbachsee angelegt wurde, und beherbergte danach als Ausflugsziel am See eine Gastwirtschaft. Spraitbach selbst ist heute vor allem Wohnort: Den rund 300 Arbeitsplätzen im Ort stehen deutlich mehr Berufstätige gegenüber, die auswärts arbeiten. Über Jahrzehnte hatte hier zudem der Spielfigurenhersteller Bullyland seinen Sitz, bis das Unternehmen 2018 Insolvenz anmelden musste.
Die Postleitzahl umfasst 10,9 km² mit 3.403 Einwohnerinnen und Einwohnern, das entspricht 312 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Ruppertshofen und Gschwend.