Über die Postleitzahl 73577
Auf der Frickenhofer Höhe, rund 15 Kilometer nördlich von Schwäbisch Gmünd, liegt Ruppertshofen mit seinen zahlreichen Teilorten; ein kleinerer Randbereich der Postleitzahl 73577 gehört zu Spraitbach. Freie Bauern der Umgebung schlossen sich hier einst zu einem Verband zusammen, einer sogenannten Waibelhube mit Sitz in Ruppertshofen, der in Schriften des 14. Jahrhunderts als „Waibelhube ob Gemünde“ auftaucht – archäologische Funde auf der Höhe belegen aber schon Menschen in vorgeschichtlicher Zeit, lange vor unserer Zeitrechnung. Erst 2019 konnte der Historiker Klaus Graf zeigen, dass eine lange als erste Erwähnung geltende Urkunde von 1344 den Ortsnamen gar nicht nennt; belegt ist Ruppertshofen tatsächlich erst durch einen Lehenbucheintrag um 1369.
Über Jahrhunderte wechselte der Ort mehrfach zwischen Klöstern, den Schenken von Limpurg und den Württembergern, ehe er 1806 endgültig an das Königreich Württemberg fiel. Zum Jahresbeginn 1977 wechselten drei kleinere Gemeindeteile im Westen freiwillig zu Spraitbach und ein weiterer zu Alfdorf. In der Ortsmitte steht die Nikolaus-Kapelle, im Volksmund „Käppele“ genannt – ein Name, der von den wuchtigen Stützpfeilern herrührt, die den Bau an seiner Hanglage sichern.
Eine ungewöhnliche Spur aus dem Zweiten Weltkrieg findet sich beim Teilort Steinenbach: Ende 1944 ließ die Organisation Todt dort eine rund 2,5 Kilometer lange Betonpiste für Düsenjäger vom Typ Messerschmitt Me 262 anlegen. Seit 2004 führt zudem der Rundwanderweg „Grüner Pfad“ mit sechs Teilstrecken und rund 50 Infotafeln über die Frickenhofer Höhe.
Die Postleitzahl umfasst 15,7 km² mit 1.819 Einwohnerinnen und Einwohnern, das ergibt 116 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarorten zählen Spraitbach, Durlangen und Gschwend.