Über die Postleitzahl 74420
An der Fichtenberger Rot, im Landkreis Schwäbisch Hall und Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Limpurger Land, liegt die Gemeinde Oberrot. Zur PLZ gehören neben dem Hauptort auch der Ortsteil Hausen, während der alte Ortskern des namengebenden Hauptdorfes am rechten Rotufer liegt und vom hier mündenden Fronbach durchquert wird.
Die Gemeinde zählt zu den ältesten Siedlungen des Limpurger Landes; vermutlich entstand sie schon im 7. Jahrhundert durch fränkische Rodungssiedler, urkundlich fassbar wird der Ort 788 im Lorscher Codex unter dem Namen „Raodhaha“. Namengebend war das Flüsschen Rottach, später Rot genannt, dessen Name auf eine frühere fränkische Rodung verweist. Über Jahrhunderte prägten die Herren von Rot und später die Schenken von Limpurg die Entwicklung des Ortes; ihr Sitz, nach der Zerstörung einer Burg auf dem Schlossbuckel um 1290 im Dorf selbst errichtet und im Städtekrieg 1449/50 niedergebrannt, wurde 1550 als stattlicher Fachwerkbau neu aufgeführt und diente später als Zehntscheuer. Die evangelische Bonifatius-Kirche ist über 1200 Jahre alt und wurde 1887 im Stil des Historismus umgebaut. Eine Gedenkstele im Ort ruft den Marsch tausender Häftlinge ins Gedächtnis, die im April 1945 vom Lager Kochendorf aus in Richtung Dachau getrieben wurden.
Auf 37,8 km² zählt Oberrot 3.436 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 91 je km². Etwa 1,8 Kilometer westlich des Zentrums, bei Glashofen, liegt ein Ultraleichtfluggelände. Nachbar-PLZ reichen bis Gaildorf, Fichtenberg und Schwäbisch Hall.