Über die Postleitzahl 74427
Rund 22 Kilometer südlich von Schwäbisch Hall, im Tal der Fichtenberger Rot, liegt die Gemeinde Fichtenberg. Bis 1872 hieß der Ort amtlich Viechberg, erwähnt wird er unter dem Namen Vihebere bereits in einer auf das Jahr 817 datierten Urkunde Kaiser Ludwigs des Frommen – deren Echtheit allerdings als umstritten gilt, da nur eine Abschrift überliefert ist, das Original könnte im Bauernkrieg 1525 verloren gegangen sein. Zweitgrößter Ort der Gemeinde nach dem namengebenden Hauptort ist der Weiler Mittelrot im Rottal.
Mit dem Ende der Grafschaft Limpurg gelangte auch Viechberg 1806 an das Königreich Württemberg und wurde fortan vom Oberamt Gaildorf verwaltet. Im Anschluss an die Napoleonischen Kriege litt der Ort 1816/17 unter einer Hungersnot, die als Folge des sogenannten Jahres ohne Sommer gilt. Im Wald bei Mittelrot steht der Rötherturm, der Bergfried der ansonsten zerstörten Rötenburg aus dem 12./13. Jahrhundert. Die evangelische Hauptkirche wurde 1832 an der Stelle der alten Kilianskirche errichtet, im Weiler Mittelrot gehört zusätzlich die Filialkirche St. Georg zur Kirchengemeinde.
Zu den ansässigen Unternehmen zählen ein Schrottrecyclingbetrieb direkt am Bahnhof, ein Hersteller von Fahrwerkskomponenten und ein Versandhändler für Autozubehör. Auf 24,1 km² kommen 2.777 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 115 je km² entspricht. Der Bahnhof Fichtenberg liegt an der Strecke Waiblingen–Schwäbisch Hall-Hessental und wird werktags stündlich von Regionalexpresszügen bedient. Nachbar-PLZ liegen in Gaildorf, Gschwend und Oberrot.