Über die Postleitzahl 74706
Osterburken liegt im Neckar-Odenwald-Kreis, wo der Fluss Kirnau die Stadt durchquert und wo sich die Frankenbahn Stuttgart–Würzburg mit der Bahnstrecke Neckarelz–Osterburken kreuzt. Wegen ihrer Lage am Obergermanisch-Raetischen Limes trägt sie seit 2022 den Zusatz Römerstadt. Zur Postleitzahl gehören der Hauptort sowie die Stadtteile Schlierstadt, Bofsheim und Hemsbach.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit um 4000 vor Christus zurück, um 160 nach Christus richteten die Römer hier ein Limeskastell ein. Als „Burchaim“ wird der Ort erstmals 822 in einer Bestätigungsurkunde genannt, die auf eine deutlich ältere Schenkung einer Martinsbasilika an das Bistum Würzburg zurückgeht. Die archäologische Ausgrabungszone um das römische Kastell gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe Limes. Auf dem ehemaligen Hofgut Marienhöhe entsteht seit 2004 der Histotainmentpark Adventon, der mit den Mitteln der experimentellen Archäologie einen weitläufigen historischen Erlebnispark nachbildet. Ein dunkles Kapitel: Ende März 1945 stand drei Tage lang ein Evakuierungszug mit KZ-Häftlingen vor dem Ort, neun von ihnen starben; ein Gedenkstein auf dem alten Friedhof erinnert daran.
Auf 47,2 km² kommen 6.510 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 138 je Quadratkilometer. Der Bahnhof Osterburken ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt; Nachbarorte sind Buchen, Adelsheim, Seckach, Ravenstein und Rosenberg.