Über die Postleitzahl 76297
Nördlich von Karlsruhe liegt die Große Kreisstadt Stutensee, die 1975 aus den vier bis dahin eigenständigen Orten Blankenloch, Spöck, Friedrichstal und Staffort gebildet wurde. Ihren Namen erhielt sie nach dem im Zentrum gelegenen Schloss Stutensee, das 1749/50 mit Steinen des zuvor gesprengten Stafforter Schlosses errichtet wurde und einst Mittelpunkt eines 1652 gegründeten markgräflichen Gestüts war.
Blankenloch, der größte der vier Stadtteile, wurde 1337 erstmals als Blankelach urkundlich erwähnt und schließt auch den Ort Büchig ein. 1689 legten Truppen unter General Melac das Dorf im Pfälzischen Erbfolgekrieg in Schutt und Asche; nur Kirche und Kerns-Max-Haus blieben von der Zerstörung verschont.
Spöck gilt mit seiner ersten Erwähnung als Speccaa im Jahr 865 als der älteste der vier Orte; von 1891 bis 1922 verband die dampfbetriebene Schmalspurbahn „Lobberle“ den Ort mit mehreren Nachbargemeinden bis nach Durmersheim. Friedrichstal wiederum geht auf hugenottische Glaubensflüchtlinge aus Nordfrankreich, Belgien und der Schweiz zurück, die den Ort ab 1699 im gerodeten Hardtwald gründeten; der von ihnen mitgebrachte Tabaksamen der Sorte „Friedrichstaler“ blieb bis in die Nachkriegszeit hinein eine wirtschaftliche Grundlage des Ortes.
Staffort, urkundlich seit 1110 als Stafphort bekannt, ist der kleinste der vier Stadtteile. 24.928 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 45,6 km², das sind 547 je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen liegen in Karlsruhe, Eggenstein-Leopoldshafen, Linkenheim-Hochstetten, Weingarten und Bruchsal.