Über die Postleitzahl 76771
Hördt im Landkreis Germersheim trägt den größten Teil der Postleitzahl 76771 und ist gemessen an der Fläche die größte Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Rülzheim. Der Ort liegt auf 100 bis über dem Meeresspiegel am Hochufer des Rheins zwischen Germersheim und Wörth. Archäologische Funde wie Steinbeile belegen eine Besiedlung bereits um 5000 v. Chr., 1937 wurde zudem ein spätbronzezeitliches Urnengräberfeld aus der Zeit um 1000 v. Chr. entdeckt; zur Römerzeit stand hier auf einer Anhöhe ein Wartturm an der Kreuzung zweier Verkehrswege.
Erstmals urkundlich erscheint Hördt in einer Schenkung an das Kloster Fulda aus der Zeit zwischen 780 und 802, die Ortsentstehung selbst wird zwischen 600 und 800 vermutet. Ab dem 12. Jahrhundert prägte das 1103 gegründete Kloster Hördt mit seiner Propstei die Entwicklung des Dorfes maßgeblich. Mehr als zwei Drittel der Gemarkung stehen heute unter Natur- oder Landschaftsschutz, dazu zählt die Hördter Rheinaue als eines der größten Naturschutzgebiete der Pfalz. 1863 eröffnete die erste Zigarrenfabrik, Tabakanbau prägte lange die lokale Wirtschaft neben Spargel und Zuckerrüben. 1980 feierte der Ort seine 1200-Jahr-Feier und begeht seither alle fünf Jahre ein Klosterfest.
Auf 18,5 km² Fläche zählt die PLZ 2.687 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 146 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarn zählen Germersheim, Bellheim und das badische Dettenheim jenseits des Rheins.