Über die Postleitzahl 76774
Leimersheim im Landkreis Germersheim trägt fast die gesamte Postleitzahl 76774 und gehört zur Verbandsgemeinde Rülzheim. Der Ort liegt im mittleren Oberrheingraben auf den linksseitigen Niederterrassen des Rheins zwischen den Rheinbrücken von Germersheim und Karlsruhe, getrennt vom Strom durch den Auwald mit seinen Altarmen und einem Hochwasserschutzdamm. Erstmals wird das Dorf 778 in einer Schenkungsurkunde erwähnt, Gräberfunde von 1884 deuten aber schon auf eine Besiedlung in der Bronzezeit hin; 960 entstand zum Schutz der bischöflichen Untertanen eine Burg unter dem ersten Burgherrn Rudolf.
1270 wurden Dorf und Burg dem Kloster Hördt angegliedert, zwölf Jahre später richtete man die erste Rheinfähre bei Leimersheim ein. Im Ortszentrum steht die katholische Kirche St. Gertrud, ein Mahnmal mit Brunnen erinnert am Standort der ehemaligen Synagoge, ein Denkmal des Rheinfischers vor dem Bürgerhaus wurde 2004 vom Lustadter Bildhauer Peter Brauchle gestaltet. Bekanntestes Stehgewässer ist das Fischmal, ein kleiner See im Verlauf des Otterbachs mit vielfältigem Vogel- und Pflanzenleben. Jährlich ab Juli öffnet das Maislabyrinth Leimersheim, im September wird die Kerwe gefeiert.
Auf 12,8 km² Fläche leben 2.627 Menschen, was einer Dichte von 205 je Quadratkilometer entspricht. Über Buslinien ist der Ort mit Landau und Germersheim verbunden, Nachbargemeinden sind Rheinzabern, Hördt und Neupotz.