Über die Postleitzahl 84164
Im Isartal, unweit der Kreisstadt Dingolfing, liegt die Gemeinde Moosthenning, deren Verwaltungssitz sich im Dorf Unterhollerau der ehemaligen Gemeinde Lengthal befindet. Sie deckt fast die gesamte Fläche der Postleitzahl 84164 ab und entstand in den 1970er Jahren aus sechs zuvor eigenständigen Orten: Rimbach, Dornwang, Lengthal, Moosthenning, Thürnthenning sowie Ottering.
Im Ortsteil Thürnthenning ist seit dem 14. Jahrhundert eine Hofmark nachgewiesen, die im 18. Jahrhundert der niederadeligen Familie Auer vom Winkel gehörte; nach einem Brand 1732 errichteten sie ein neues Schloss, das 1851 wieder abgebrochen wurde, sein Aussehen ist jedoch als Deckenbild in der dortigen Pfarrkirche überliefert. Diese, die Filialkirche St. Johannes Nepomuk, wurde 1732 vom Dingolfinger Stadtbaumeister Georg Weigenthaler fertiggestellt und mit Fresken des Straubinger Malers Joseph Anton Merz ausgestattet. Nördlich des Ortsteils Ottering fanden sich siebzig Keltengräber sowie Fundstücke aus der älteren Bronzezeit. Der Dreifaltigkeitsberg, Standort der barocken Wallfahrtskirche von 1693 bis 1714, diente zudem als Hauptdreiecksnetzpunkt der ersten bayerischen Landesvermessung von 1801.
Ein Zulieferbetrieb des BMW-Standorts Dingolfing fertigt hier Karosserieteile für Rolls-Royce. 5.162 Menschen leben auf 70,1 km², das entspricht 74 je Quadratkilometer. Die Gemeinde grenzt an die Postleitzahlen von Dingolfing, Mengkofen und Weng.