Über die Postleitzahl 85122
Auf der Hochfläche der Südlichen Frankenalb, rund zwölf Kilometer südöstlich von Eichstätt, liegt die Gemeinde Hitzhofen, bairisch Hitzhofa genannt, die der Postleitzahl 85122 im Landkreis Eichstätt entspricht. Fünf Gemeindeteile gehören dazu: neben dem Hauptort die Pfarrdörfer Hofstetten und Oberzell sowie die Einöden Baumfeld und Mühlthal. Hofstetten wurde erst 1978 eingemeindet, Hitzhofen war von 1978 bis 1993 Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Eitensheim und ist seit 1994 wieder eine Einheitsgemeinde.
Das Schloss Hofstetten geht auf eine seit 1466 dem Hochstift Eichstätt einverleibte Anlage zurück, wurde im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden schwer geplündert und 1694 als fürstbischöfliches Jagdschloss mit mittelalterlichem Bergfried von Jakob Engel vollendet; den Ingolstädter Jesuiten diente es zudem als Feriendomizil. In Baumfeld belegt eine Urkunde von 1297, wie der Eichstätter Bischof Reinboto von Meilenhart dem Bauern Heinrich Neubruchland als Erblehen übergab. Bei Oberzell und in der Waldabteilung Reitschaft nahe Mühlthal fanden sich Hügelgräber aus der jüngeren Hallstattzeit. Ein barocker Bau von 1722 ist die alte Pfarrkirche Mariä Heimsuchung, während die neue Pfarrkirche Nikolaus von der Flüe 1966/67 als ungewöhnlicher fünfeckiger Zentralbau entstand.
Mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 340 Prozent zählt Hitzhofen zu den steuerlich günstigeren Standorten und liegt damit deutlich unter dem Satz der Landeshauptstadt München. In Hofstetten zeigt das Jura-Bauernhof-Museum das ländliche Leben der Region. 2.977 Einwohnerinnen und Einwohner kommen auf 33,6 km², das entspricht 89 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarorten der angrenzenden Postleitzahlen zählen Gaimersheim, Kipfenberg und Eitensheim.