Über die Postleitzahl 85117
Zwischen Eichstätt und Ingolstadt auf der Hochfläche der Südlichen Frankenalb liegt die Gemeinde Eitensheim, Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft und Namensgeberin der Postleitzahl 85117 im Landkreis Eichstätt. Sie besteht nur aus dem einen Gemeindeteil Eitensheim und gehörte bis zur Auflösung des Landkreises Ingolstadt 1972 zu diesem, bevor die Gemeinden auf die Landkreise Eichstätt und Pfaffenhofen an der Ilm verteilt wurden.
Die Besiedlungsspuren reichen weit zurück: 1998 wurde im Baugebiet „Breitenstückl“ das Grab eines Mannes freigelegt, der vor 7000 Jahren im Mittelneolithikum starb, und Funde der Bandkeramik in derselben Flur sind noch einmal 1000 Jahre älter. Der Ort lag zudem an der römischen Handelsstraße Manching–Pfünz, südlich davon stand eine ausgedehnte Villa rustica. Die katholische Pfarrkirche St. Andreas wurde bereits zwischen 1182 und 1196 durch den Eichstätter Bischof Otto geweiht, ihre Decke stuckierte 1742 Franz Xaver Horneis. Der älteste überlieferte Ortsname „Itensheim“ bedeutet wohl „Heim der Itis“, einer hehren, ehrwürdigen Frau.
1913 und erneut 1923/24 fand in Eitensheim eine großflächige Flurbereinigung statt, die erste ihrer Art in ganz Oberbayern; an sie erinnert ein steinernes Denkmal. Seit 1889 besitzt der Ort eine Haltestelle an der Bahnstrecke Ingolstadt–Treuchtlingen, zudem verlaufen die Bundesstraße 13 mit drei Ausfahrten und die Autobahn 9 über die Anschlussstelle Lenting in der Nähe. 2.981 Einwohnerinnen und Einwohner kommen auf 15,7 km², das entspricht 190 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarorten der angrenzenden Postleitzahlen zählen Gaimersheim, Adelschlag und Buxheim.