Über die Postleitzahl 85643
Im Ebrachtal südöstlich des Ebersberger Forstes liegt die Gemeinde Steinhöring, die im Landkreis Ebersberg fast die gesamte Postleitzahl 85643 ausmacht. Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Gemarkungen Steinhöring und St. Christoph, das bis zu seiner Eingliederung 1972 eine eigenständige Gemeinde war und bereits 927 erstmals schriftlich erwähnt wurde.
Steinhöring selbst wird urkundlich erstmals 824 genannt und war seit dem 16. Jahrhundert Poststation an einer von Kaiser Maximilian I. veranlassten Verbindung zwischen Brüssel und Wien. Weniger rühmlich ist die Zeit ab 1936, als in Steinhöring das erste Entbindungsheim der nationalsozialistischen Organisation Lebensborn eröffnet wurde; nach dem Krieg entstand daraus bis 1971 ein Kinderkrankenhaus. Sehenswert ist die Filialkirche St. Martin im Gemeindeteil Sensau, deren Turm sich vor über 100 Jahren durch Absenkung des Untergrunds um bis zu 1,20 Meter aus dem Lot löste; 1955 wurde er unterfangen, die Schiefe blieb jedoch bestehen. Seit 1905 besitzt der Ort einen eigenen Bahnhof an der Strecke Grafing–Wasserburg, von dem aus Regionalzüge umsteigefrei bis zum Münchner Ostbahnhof fahren.
Die Gemeinde erstreckt sich über 36,2 km² und zählt 3.782 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 104 je km². Durch das Gebiet fließt der Fluss Ebrach in West-Ost-Richtung.
Benachbart ist unter anderem Hohenlinden mit der Postleitzahl 85664.