Über die Postleitzahl 87761
An der Günz, rund zehn Kilometer nordöstlich von Memmingen, liegt Lauben im Landkreis Unterallgäu, das zur Verwaltungsgemeinschaft Erkheim gehört. Zum Gemeindegebiet zählen die Gemarkungen Lauben und Frickenhausen mit zusammen sechs Ortsteilen, darunter die Weiler Lauberhart, Ölmühle und Ziegelstadel.
Lauben wird 1099 in der Gründungsurkunde des Klosters Ochsenhausen als „Loba“ erstmals erwähnt; die Straßenführung im Ortskern lässt aber eine noch ältere Besiedlung vermuten. Nach dem Aussterben des einst mächtigen Laub'ner Rittergeschlechts 1383 ging der Ort an einen Memminger Bürger und gehörte fortan zur Reichsstadt Memmingen; durch die Stiftung an die Memminger Dreikönigskapelle wurde Lauben evangelisch, was den Ort bis heute von seinen katholischen Nachbargemeinden unterscheidet. Frickenhausen, erstmals 1167 erwähnt, kam 1460 an den Memminger Patrizier Erhard Vöhlin, der dort 1480 ein Landschloss errichtete, das später als Pfarrhaus diente; erst 1978 wurde der Ort nach Lauben eingemeindet.
1.390 Menschen leben auf 18,1 km², das entspricht 77 Einwohnern je Quadratkilometer. Mit rund 948 Millimetern Jahresniederschlag gehört Lauben zu den regenreicheren Orten Deutschlands; Nachbarorte der angrenzenden Postleitzahlen sind Egg an der Günz, Erkheim und Holzgünz.