Über die Postleitzahl 88631
Rund 25 Kilometer westlich von Sigmaringen, im Tal der oberen Donau, liegt die Gemeinde Beuron, Zentrum des gleichnamigen Naturparks im Landkreis Sigmaringen. Zu ihr gehören die Ortsteile Hausen im Tal, Thiergarten, Langenbrunn und Neidingen.
Beuron ist vor allem für seine Benediktiner-Erzabtei bekannt, ursprünglich 1077 als Augustiner-Chorherrenstift gegründet und seit 1863 wieder mit mönchischem Leben erfüllt; sie ist Zentrum der Beuroner Kongregation. Die Gegend war schon in der Mittelsteinzeit von Menschen bewohnt – eine frühe mesolithische Kulturstufe trägt nach dem Ort den Namen „Beuronien“, mit der Probstfelshöhle als einem ihrer wichtigsten Fundorte. Im Ortsteil Thiergarten wurden 1933 in der Falkensteinhöhle rund 9000 Werkzeuge und Geräte sowie das Skelett eines mittelsteinzeitlichen Mannes von über 1,70 Metern Größe entdeckt. Im größten Ortsteil, Hausen im Tal, entstammte dem dortigen Ministerialengeschlecht einst der Minnesänger Friedrich von Husen; die Ruine seines im 11. Jahrhundert erbauten und 1813 abgebrochenen Schlosses wurde 2007 saniert und zum Denkmal des Monats gekürt. Der Donaudurchbruch bei Beuron zeigt in seinem tief eingeschnittenen Kalksteintal die Erdgeschichte der vergangenen 160 Millionen Jahre.
Auf 35,0 km² zählt die Postleitzahl 636 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 18 je Quadratkilometer. Beuron liegt an der Bahnstrecke Tuttlingen–Inzigkofen mit Verbindungen nach Sigmaringen und Ulm.