Über die Postleitzahl 89358
Kammeltal im Landkreis Günzburg trägt seinen Namen nach dem Fluss Kammel, der die Gemeinde in Nord-Süd-Richtung durchfließt – einen gleichnamigen Ort gibt es nicht. Die Gemeinde entstand 1972 durch den Zusammenschluss von sieben zuvor eigenständigen Orten – darunter Behlingen, Wettenhausen und das heutige Verwaltungszentrum Ettenbeuren – und wuchs 1978 noch um Unterrohr. Die Postleitzahl 89358 deckt fast das gesamte, mit 13 Gemeindeteilen recht kleinteilige Gemeindegebiet ab.
Die ältesten Siedlungsspuren in Ettenbeuren reichen bis in die Hallstattzeit zurück, urkundlich erwähnt ist der Ort erstmals im 11. Jahrhundert als Tochtersiedlung von Kleinbeuren. Wettenhausen wiederum war schon von Kelten und Alemannen besiedelt, hier verlief die römische Straße von Augsburg nach Günzburg; das dortige, von der Diözese Augsburg getragene St.-Thomas-Gymnasium zählt heute etwa 700 Schülerinnen und Schüler. Große Teile der Gemeinde gehörten einst zum Herrschaftsbereich der Reichsabtei Wettenhausen, einzelne Orte wie Behlingen dagegen zur Herrschaft Neuburg an der Kammel. Die Gemeinde ist bis heute stark landwirtschaftlich geprägt, mit über 40 Betrieben und mehr als 1300 Milchkühen.
Auf 41,5 km² zählt die Postleitzahl 3.399 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 82 je Quadratkilometer.
Kammeltal grenzt unter anderem an Burgau, Ichenhausen, Jettingen-Scheppach, Burtenbach, Ellzee, Kötz und Waldstetten.