Über die Postleitzahl 89561
Dischingen ist die östlichste Gemeinde Baden-Württembergs und liegt im Härtsfeld im Landkreis Heidenheim, durchflossen von der Egau. Als staatlich anerkannter Erholungsort umfasst die Gemeinde neben dem Hauptort sechs früher selbstständige Orte: Demmingen, Eglingen, Frickingen, Dunstelkingen, Ballmertshofen und Trugenhofen, die zwischen 1972 und 1974 eingemeindet wurden.
Dischingen wurde 1049 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte im Mittelalter zur Grafschaft Dillingen, bevor es 1734 an die Fürsten von Thurn und Taxis kam, deren Schloss Taxis in Trugenhofen noch an diese Zeit erinnert. Von der Reformation blieb der Ort unberührt und ist bis heute überwiegend katholisch geprägt. Besonders ist die Burg Katzenstein bei Frickingen, eine der ältesten erhaltenen Stauferburgen Süddeutschlands, sowie Felsformationen, die beim Meteoriteneinschlag des Nördlinger Rieses rund 20 Kilometer weit geflogen und bei Dischingen niedergegangen sind. Von 1901 bis 1972 verband die Härtsfeldbahn den Ort mit Aalen und Dillingen; seit 2021 fährt auf einem Teilstück eine Museumsbahn.
Auf 76,0 km² kommen 4.391 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 58 je Quadratkilometer. Die nächste Anschlussstelle der Bundesautobahn 7 liegt zwölf Kilometer entfernt, nördlich schließt sich die Gemeinde Nattheim an.