Über die Postleitzahl 92242
Hirschau, Stadt im Landkreis Amberg-Sulzbach in der Oberpfalz, wird zusammen mit dem nahen Schnaittenbach als Unterzentrum ausgewiesen. Die Postleitzahl umfasst fast das gesamte Stadtgebiet mit Ortsteilen wie Burgstall, Ehenfeld, Massenricht, Steiningloh und Weiher. Anfang des 13. Jahrhunderts wurde Hirschau von den Grafen von Hirschberg gegründet; 1354 bestätigte Kaiser Karl IV. den Bürgern alle von seinen Vorgängern erhaltenen Rechte.
Weil größere Brände und die Kriegszerstörungen der 1940er Jahre die Stadt weitgehend verschonten, blieben im Stadtkern zahlreiche historische Gebäude erhalten, allen voran das um 1490 errichtete Rathaus und die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, deren Anfänge ins 15. Jahrhundert zurückreichen. Das Wirtschaftsleben wird von den umfangreichen Kaolinvorkommen der Umgebung geprägt; sichtbares Wahrzeichen ist der rund zwei Kilometer vom Zentrum entfernte Monte Kaolino, eine etwa 120 Meter hohe Halde aus rund 35 Millionen Tonnen Quarzsand, die heute Freizeitmöglichkeiten wie ein Dünen-Freibad und eine Sommerrodelbahn bietet. Wegen der Anekdoten, die schon das Lalebuch Ende des 16. Jahrhunderts verbreitete, wird Hirschau literaturhistorisch auch als „Schilda der Oberpfalz“ bezeichnet.
5.629 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 74,7 km² der Postleitzahl, das entspricht 75 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Schnaittenbach, Hahnbach und Freudenberg.