Über die Postleitzahl 92272
Freudenberg liegt rund zwölf Kilometer nordöstlich von Amberg rund um den 605 Meter hohen Johannisberg im Naabgebirge, einem der westlichsten Ausläufer des Oberpfälzer Waldes, und deckt fast die gesamte Fläche der Postleitzahl ab. Mit 34 Gemeindeteilen gehört die Gemeinde zu den größeren im Landkreis Amberg-Sulzbach; zu ihnen zählen Aschach, Lintach, Pursruck, Hiltersdorf und Etsdorf.
Auf dem Johannisberg siedelten schon um 1500 vor Christus Kelten und errichteten dort eine Ringwallanlage, um 800 nach Christus besiedelten die Bajuwaren die Gegend. Von 1250 bis 1594 herrschte hier die reichsfreie Adelsherrschaft der Freudenberger, bevor der letzte ihrer Linie, Hans II., den Besitz an die kurpfälzischen Fürsten in Amberg verkaufte. Die heutige Wallfahrtskirche auf dem Johannisberg stammt in ihrer Form von 1711 und ist bis heute Ziel des sommerlichen Johannisbergfests sowie beliebter Ort für kirchliche Familienfeste. Der Ortsteil Hiltersdorf erlebte in der frühen Neuzeit schwere Zeiten: Zwischen 1618 und 1648 starben fast zwei Drittel seiner Bevölkerung an Pest oder im Dreißigjährigen Krieg, später wurde das Dorf mehrfach von kaiserlichen Husaren, österreichischen Kroaten und Franzosen geplündert. Im Gemeindegebiet finden übers Jahr fünf traditionelle Kirchweihen statt, im Dialekt „Kirwan“ genannt, die zum Kulturerbe Kirwa im Amberg-Sulzbacher Land zählen. Seit Dezember 2011 stehen bei Witzlricht die ersten Windkraftanlagen des Landkreises.
Die Postleitzahl umfasst 81,8 km², auf denen 4.072 Menschen leben – das sind 50 je Quadratkilometer. Der nächste Bahnhof liegt im rund zwölf Kilometer entfernten Amberg, werktags verkehrt die Buslinie 59 zwischen beiden Orten.