Über die Postleitzahl 94158
Auf einem freien Höhenrücken an der tschechischen Grenze, im unteren Teil des Bayerischen Waldes, liegt die Gemeinde Philippsreut, die knapp 70 Prozent der Postleitzahl 94158 stellt. Weitere Anteile entfallen auf die gemeindefreien Waldgebiete Philippsreuter Wald und Annathaler Wald. Der staatlich anerkannte Erholungsort Philippsreut grenzt an keine andere deutsche Gemeinde, sondern nur an Staatsforsten und an Tschechien. Zur Gemeinde gehören außerdem Vorder-, Mitter- und Hinterfirmiansreut, drei 1764 vom Passauer Fürstbischof Leopold Ernst Graf von Firmian planmäßig angelegte Waldhufendörfer zur Grenzsicherung des Hochstifts Passau gegen Böhmen.
Philippsreut selbst entstand als Tränkstelle am alten Goldenen Steig und wurde 1692 als „Kleinphilippsreut“ gegründet, benannt nach dem Passauer Fürstbischof Johann Philipp von Lamberg; 1936 fiel der Namenszusatz weg. Bekannt wurde der Ort 1911, als in Mitterfirmiansreut eine Kirche aus Schnee errichtet wurde, um auf die fehlende seelsorgliche Versorgung in dieser schneereichen Gegend aufmerksam zu machen – im Winter 2011/2012 baute man zum Gedenken daran erneut eine Schneekirche, die zahlreiche Besucher anzog. Die raue Höhenlage bringt bis heute kalten Nordostwind mit sich, von den Einheimischen Böhmwind genannt. Rund um den 1140 Meter hohen Almberg liegt das Skizentrum Mitterfirmiansreut-Philippsreut, ein beliebtes Ausflugsziel.
Die Bundesstraße 12 führt durch das Gemeindegebiet zum vielbefahrenen Grenzübergang Strážný nach Tschechien. Auf 14,3 km² kommen 624 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 44 Personen je Quadratkilometer. Nachbarorte der angrenzenden Postleitzahlen sind Haidmühle, Hinterschmiding und Mauth.