Über die Postleitzahl 94146
Westlich des 1167 Meter hohen Haidel, im Bayerischen Wald, liegt die Gemeinde Hinterschmiding im Landkreis Freyung-Grafenau. Gut die Hälfte der Postleitzahl entfällt auf die Gemeinde, zu der die Ortsteile Herzogsreut, Kaining und Sonndorf gehören, der Rest ist der gemeindefreie Schlichtenberger Wald, ein Staatsforst im Naturpark Bayerischer Wald. Herzogsreut kam erst 1978 zur Gemeinde.
Hinterschmiding wurde um 1400 erstmals erwähnt und lag am Goldenen Steig, auf dem Salz von Passau nach Böhmen transportiert wurde – ein mit Salzsack beladenes weißes Pferd erinnert bis heute im Gemeindewappen daran. Der Ortsteil Herzogsreut wurde 1618 von Erzherzog Leopold von Österreich als Fürstbischof des Hochstifts Passau als Waldhufendorf gegründet, um den Goldenen Steig gegen den Aufstand der böhmischen Stände zu sichern; schon 1625 starb die junge Siedlung fast an der Pest aus. In den Jahren nach Kriegsende richteten amerikanische Streitkräfte hier das Lager Camp Sonndorf ein, später fanden viele Heimatvertriebene in der Gemeinde eine neue Bleibe. Von 1969 bis 1970 wurde die heutige Pfarrkirche anstelle eines Vorgängerbaus von 1927 errichtet.
Auf 38,8 km² leben 2.489 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 64 je Quadratkilometer. Eine Partnerschaft mit dem Chor der Universität Ostrava prägt bis heute das musikalische Leben im Ort. Freyung liegt vier Kilometer entfernt, Waldkirchen 15 Kilometer; angrenzende Postleitzahlen tragen die Orte Grainet, Haidmühle, Mauth und Philippsreut.