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Plattling im niederbayerischen Landkreis Deggendorf verdankt seinen Beinamen „Nibelungenstadt“ einer Erwähnung im Nibelungenlied: Dort soll Kriemhild auf ihrem Zug ins Hunnenland in „Pledelingen“ empfangen worden sein. Im 19. Jahrhundert wandelte sich der Ort zur Eisenbahnerstadt, heute liegen mit Plattling-Nord und Plattling-West zwei Anschlussstellen im Stadtgebiet.
Auf dem heutigen Friedhof am östlichen Isarufer steht die romanische Kirche St. Jakob aus dem 12. Jahrhundert; bis zur Ortsverlegung 1379 diente sie als Gemeindekirche. Prägend für das Stadtbild ist der 145 Meter hohe Schornstein der 1961 errichteten Südzucker-Rübenzuckerfabrik, einer der größten Deutschlands. Alle zwei Jahre zieht der Nibelungenmarkt mit über 400 mittelalterlich kostümierten Teilnehmern durch die dafür gesperrte Innenstadt. Im Stadtteil Pankofen legten Ausgrabungen eine der größten spätkeltischen Viereckschanzen Süddeutschlands frei.
Plattling zählt 12.965 Einwohnerinnen und Einwohner auf 35,7 km², das ergibt eine Dichte von 363 je Quadratkilometer. Mit Deggendorf bildet die Stadt ein gemeinsames Oberzentrum, die Isar mündet wenige Kilometer östlich in die Donau. Nachbarort ist unter anderem Deggendorf, die Vorwahl lautet 09931.