Über die Postleitzahl 94527
Aholming gehört zum niederbayerischen Landkreis Deggendorf und bildet den weitaus größten Teil dieser Postleitzahl. Aus der Steinzeit und der Bronzezeit sind Funde in der Umgebung belegt, urkundlich fassbar wird der Ort aber erst 1112 als „Walchoun de Auhalmingen“ – der Name geht auf den althochdeutschen Personennamen Authelm zurück. Früh wurde Aholming Hofmark des Hochstifts Passau, ehe es um die Mitte des 13. Jahrhunderts an die Wittelsbacher fiel. Die heutige Gemeinde entstand 1821, 1971 kam die frühere Gemeinde Neutiefenweg hinzu.
Eine Besonderheit der jüngeren Geschichte war der Sender Aholming: Der Deutschlandfunk betrieb hier auf Langwelle eine Sendeanlage mit zwei jeweils 265 Meter hohen Masten, die erst 2018 gesprengt wurden. Bis heute ist Aholming Standort eines Audio- und Videostudios für Medienproduktionen. Zu den älteren Bauwerken zählen die Pfarrkirche St. Stephanus mit ihrem spätgotischen Turm aus der Zeit um 1500 und das Schloss Aholming.
Der Gemeindeteil Neutiefenweg entstand erst um 1835 als Kolonie, nachdem eine Gräfin Kielmannsegg die benachbarte Hofmark Niederpöring erworben und den Grundbesitz aufgeteilt hatte; erste Siedler waren ehemalige Schlossbedienstete. Beim Donauhochwasser von 1940 brach hier ein Damm, weite Flächen standen unter Wasser.
2.305 Menschen leben auf 29,3 km², das sind 79 je Quadratkilometer. Nachbarorte finden sich unter anderem in Plattling, Buchhofen und Moos.