Über die Postleitzahl 94563
Otzing im niederbayerischen Landkreis Deggendorf, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Oberpöring, bildet den weit überwiegenden Teil dieser Postleitzahl. Neben dem Hauptort gehören die früher selbstständigen Gemeinden Haunersdorf und Lailling dazu, die 1978 eingegliedert wurden, nachdem sie 1902 aus Teilen von Wallersdorf neu gebildet worden waren.
Lailling gehört zu den ältesten Ansiedlungen dort, wo die Isar in die Donau mündet, mit Wurzeln im 6. oder 7. Jahrhundert; unter dem Namen Leichilinga taucht der Ort 868 erstmals in einer Urkunde auf: Der ostfränkische Herrscher übertrug damals ein größeres Stück Ackerland samt zugehörigen Wiesen an die Mönche in Metten. Haunersdorf wiederum gilt als ausgesprochenes Altsiedelland: Dreißig bronzezeitliche Hügelgräber und ein heiliger Keltenhain zeugen von früher Besiedlung, auch die Römer nutzten die Gegend als Lagerplatz. Die Pfarrkirche St. Laurentius in Otzing entstand 1899 im neuromanischen Stil; ihre Apostelfiguren stammen ursprünglich aus der Straubinger Stiftskirche St. Jakob.
Durch die Gemeinde verlaufen die Bahnstrecke Landshut–Plattling und die A 92 München–Deggendorf, der historische Bahnhof Otzing von 1875 wird seit 2009 nicht mehr bedient. Im Süden grenzt das Gebiet an die Isar mit einem Landschaftsschutzgebiet. Auf 30,3 km² leben 2.006 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 66 je Quadratkilometer.
Die Postleitzahl grenzt an Plattling, Wallersdorf, Aholming, Oberpöring und Stephansposching.