Über die Postleitzahl 96106
Im unterfränkischen Landkreis Haßberge liegt die Stadt Ebern, Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft. Fast die gesamte PLZ-Fläche entfällt auf sie, mit zahlreichen Gemeindeteilen wie Eyrichshof, Albersdorf, Bramberg und Fierst, von denen viele erst 1971 und 1972 im Zuge der bayerischen Gebietsreform eingegliedert wurden. Weite Abschnitte der mittelalterlichen Stadtbefestigung umschließen bis heute die Altstadt, ein grüner Anlagenring hält die Neubaugebiete der Nachkriegszeit auf Abstand.
Schon 1151 wird in einer Urkunde der heute abgegangene Weiler Lützelebern erwähnt, dessen Name ein „Großebern“ voraussetzt. Als 1525 der Bauernkrieg ausbrach, stellte sich Ebern auf die Seite der Aufständischen. Zu den Sehenswürdigkeiten am Marktplatz zählen die spätgotische Stadtpfarrkirche St. Laurentius, das historische Rathaus mit seiner Fachwerkfassade und der Grauturm als Wahrzeichen der Stadt mit seinem Glockenspiel. Rund um die Stadtmauer war einst das „Eberner Kegelspiel“ angeordnet, eine Anordnung von Türmen. 7.150 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 94,7 km², das sind 75 je Quadratkilometer.
Wirtschaftlich prägt der Automobilzulieferer FTE automotive, seit 2017 Teil des Valeo-Konzerns, den größten Arbeitgeber der Stadt; das Werk ging 1993 aus einem kriegsbedingt errichteten Zweigwerk der Schweinfurter FAG Kugelfischer hervor. Im Industriegebiet zwischen Ebern und Eyrichshof sitzt zudem die Weigang AG, ein europäischer Hersteller von Planungs- und Visualisierungslösungen. Nachbarorte sind Kirchlauter, Pfarrweisach, Rentweinsdorf und Untermerzbach.