Über die Postleitzahl 96190
Untermerzbach liegt im unterfränkischen Teil des Itzgrunds in der Region Main-Rhön und deckt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl ab. Zur Gemeinde gehören 13 Gemeindeteile: Gereuth, Obermerzbach und Wüstenwelsberg kamen 1971 hinzu, Gleusdorf und Memmelsdorf in Unterfranken sowie Teile der aufgelösten Gemeinden Lichtenstein und Recheldorf 1978, dazu die Weiler Buch, Hemmendorf und weitere Gehöfte.
Der Hauptort wird 1232 erstmals als „Mercebach“ erwähnt, als er nach Ebern eingepfarrt wurde; unter Kunz II. von Rotenhan wurde er 1534 evangelisch, 1675 kehrte die Familie zur katholischen Kirche zurück. Das Schloss Untermerzbach, im späten 18. Jahrhundert im frühklassizistischen Stil verändert, blieb bis zum Aussterben der Familie 1886 in deren Besitz; weitere Schlösser stehen in den Gemeindeteilen Gleusdorf und Gereuth. In Gleusdorf und Memmelsdorf bestanden einst jüdische Gemeinden mit eigenen Synagogen, von denen die Synagoge in Gleusdorf ebenso erhalten ist wie die jüdischen Friedhöfe beider Orte; in den 1830er Jahren machten jüdische Bewohner in Gleusdorf rund 16 Prozent der Bevölkerung aus. Am südwestlichen Ortsrand von Untermerzbach steht die seit 1963 geschützte Hunneneiche, eine rund 300 Jahre alte, 21 Meter hohe Stieleiche mit hohlem Stamm.
Durch den Ort führt die Bundesstraße 4 zwischen Bamberg und Coburg; die frühere Bahnstrecke Breitengüßbach–Dietersdorf mit dem Bahnhof Kaltenbrunn-Untermerzbach wurde 1981 stillgelegt. Auf 27,7 km² kommen 1.608 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 58 Personen je Quadratkilometer. Nachbarn dieser PLZ sind Ebern, Seßlach, Pfarrweisach und Rattelsdorf.